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Trotz der Corona-Pandemie wurden mehr Vorsorge-Koloskopien durchgeführt.
Trotz der Corona-Pandemie wurden mehr Vorsorge-Koloskopien durchgeführt.

Blog-Eintrag -

Hat Corona der Darmkrebsvorsorge geschadet? JA und Nein.

Im letzten Jahr war sehr oft davon zu hören, dass die Krebsvorsorge aufgrund der Corona-Pandemie dramatisch eingebrochen ist. Auch die Anzahl der Vorsorge-Darmspiegelungen sei um über 40 Prozent zurückgegangen.

Das verblüfft jetzt nicht wirklich, weil SARS-CoV2 und die Lockdown-Massnahmen ab Mitte März 2020 natürlich nicht nur bei Patienten für Verunsicherung und Angst vor Ansteckung gesorgt haben, sondern auch die Ärzte und Praxen sich erst einmal auf die "besondere" Situation einstellen mussten und mit Engpässen bei der Belieferung mit Schutzausrüstungen zu kämpfen hatten. Das Mammographie-Screening verzeichnete beispielsweise einen Rückgang um 97 Prozent im April 2020.

Blickt man aber stattdessen genauer hin, steht insbesondere die Darmkrebsvorsorge im ersten Halbjahr 2020 besser da, als im ersten Halbjahr 2019. 

Ja, richtig gelesen!

Laut Berechnungen der Magen-Darm-Ärzte auf Basis der Zi-Daten (Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung) vom Januar - Juni 2020, wurden sogar 8.703 Vorsorge-Koloskopien mehr durchgeführt, als im Vergleichszeitraum 2019. Lediglich in der Woche vom 25.03.-31.03.2020 gab es den besagten, dramatischen Einbruch um 43 Prozent.

Wie kommt das?

Dieser Erfolg ist nicht nur den Magen-Darm-Ärzten und ihren Hygiene-Konzepten, sowie den besonders "mutigen" Vorsorge-Patienten zu verdanken.
Nein. 
Vielmehr zeigt sich hier die Wirkung des neuen Einladungsverfahrens zum Darmkrebsscreening das im Juli 2019 startete.
"Das belegen die Zahlen aus den ersten neun Monaten nach der Einführung: Die Inanspruchnahme durch die Bürger nahm um ca. 25 Prozent zu", so Dr. Dagmar Mainz, Sprecherin der niedergelassenen Magen-Darm-Ärzte in einer Pressemeldung vom 6.1.2021.

So gelang zum Start des Darmkrebsmonat März vergangenen Jahres - in der Woche vom 4.-10.3.2020 - beispielsweise ein sensationelles Plus bei den Vorsorge-Darmspiegelungen von 45 Prozent.

Fazit: Ohne Corona hätte das Einladungsverfahren zwar seine volle Kraft entfalten können. Aber auch trotz Corona, hat die Prävention von Darmkrebs in 2020 Erfolge verbuchen können.

Daher danken wir allen Magen-Darm-Ärzten/Gastroenterologen für ihren verantwortungsvollen Einsatz in diesen Pandemie-Zeiten. 
🤜🤛

Und wir gratulieren den Teilnehmern der Darmkrebsvorsorge 2020 zu ihrer schlauen Entscheidung, Prävention nicht aufzuschieben. 😃

Der Erfolg gegen Darmkrebs ✌️ liegt in jeder einzelnen, rechtzeitig durchgeführten Vorsorge-Koloskopie.
Also auf geht's - Pack mas, 2021!


Quelle Grafik: Zi Zentralinstitut für die kassenärztliche Versorgung. Veränderung der vertragsärztlichen Leistungsinanspruchnahme während der COVID-Krise. Tabellarischer Trendreport für das 1. Halbjahr 2020

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Carsten Frederik Buchert

Carsten Frederik Buchert

Pressekontakt Director Marketing & Communications Felix Burda Stiftung 089-92502710

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